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Wie der Fendant entsteht

Wallis - Die Terrassen – der Stolz der Winzer


Die Terrassen – der Stolz der Winzer

Die typischen, treppenförmig ansteigenden Mauern des Walliser Weinbaus entstanden nicht von einem Tag auf den andern. Sie erforderten herkulische Anstrengungen und zeigen, mit welcher Hartnäckigkeit die Menschen die Hänge fruchtbar machten.

Die terrassierten Rebflächen umfassen im Wallis 1511 Hektaren, das entspricht rund 3000 Kilometern Trockenmauern.



Die Arbeit im Rebberg und die Werkzeuge der Winzer

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden der Rebschnitt und die Traubenernte hauptsächlich mit dem gertelförmigen Rebmesser durchgeführt. Winzer mit kleinen Weinbergen und jene, die sich nicht von ihrem gewohnten Werkzeug trennen wollten, benutzten es noch bis in die 1950er Jahre.



Geräte zur Bodenbearbeitung

Ackergeräte sind Geschichtsträger. Sie verraten nicht nur vieles über die Fertigkeiten unserer Vorfahren, sondern informieren ausserdem über die Organisationsformen der damaligen ländlichen Gemeinschaften. Für die Bodenbearbeitung im Weinberg verwendete man weder besonders vielfältige noch aussergewöhnliche Werkzeuge: Die Hacken, Doppelhacken oder Kräuel (mit einer, zwei oder drei Zinken), Pickel und Schaufeln kamen sowohl in den Reben als auch bei der Feld- und Gartenarbeit zum Einsatz.

Die Kultur der Rebe auf Walliser Art

Während langer Zeit ging der Walliser Weinbau eigene Wege. Ab 1850 verlangten der Anbau des Fendants und der Kampf gegen die Reblaus neue Regeln, aus denen sich die heutigen Richtlinien entwickelten.

Ein anspruchsvoller, die Natur respektierender Weinbau

Es braucht einen starken Willen, um an den Abhängen des Wallis mit bis zu 70% Gefälle Reben zu pflanzen. Hanglagen sind jedoch unübertrefflich, da hier die Besonnung stärker ist, was das Ausreifen der Trauben begünstigt. Dafür zahlt der Walliser Winzer einen hohen Preis in Form strenger Handarbeit. Ungeachtet des technischen Fortschritts bleibt die Mechanisierung extrem limitiert. So muss die starke Bodenerosion bekämpft werden, indem man die Erde immer wieder auf dem Rücken an den oberen Rand der Parzellen hochträgt.

Die Terrassierarbeiten sowie Bau und Verstärkung der Mauern sind weitere dauernden Herausforderungen. Die Natur setzt Grenzen: Hier sind Hochtraktoren, Ernte- und ähnliche Landwirtschaftsmaschinen nicht einsetzbar. Das macht den Walliser Winzer jedoch auch sensibler für den Stoffwechsel der Rebe und die verhängnisvollen Auswirkungen eines übermässigen Einsatzes von Herbiziden und Dünger.

Die neue Generation von Winzern respektiert die Umwelt und engagiert sich voll und ganz für den qualitativ hochstehenden Weinbau. Das zeigt sich etwa in der Sorgfalt, die den Anbautechniken, der Wahl der Weinreben und der Beschränkung des Ertrags gewidmet wird.

Der Preis des Qualitätsweinbaus

Es bestehen enorme Unterschiede zwischen den Produktionskosten eines ebenen Weingartens und eines Weinbergs in Hanglage. Der Aufwand pro Hektare kann hier je nach Topografie bis zu dreimal höher sein. Da die Bewirtschaftung der Walliser Reben auf Terrassen eine intensive Mechanisierung ausschliesst, werden die Anbaukosten weitgehend durch die Handarbeit bestimmt. Bau und Unterhalt der Terrassenmauern und -treppen gehören zum spektakulären Teil der Arbeit. Der Kampf gegen die kontinuierliche Erosion der Böden und andere Schäden, Ausreissen der alten Stöcke, Pflügen, Entsteinen und Begradigen der Böden, Neubepflanzen, Pflege und Schutz der Reben vor Krankheiten und Schädlingen sind zahlreiche weitere Faktoren, die unausweichlich den Gestehungspreis des Weines belasten.